Die Geschichte des Magnetismus

Magneten wurden unabhängig voneinander von alten Kulturen in China, Ägypten und Griechenland entdeckt.

 

Sie entdeckten, dass Magnetit (der Magneteisenstein) Eisen anzog und immer in Nord-Süd- Richtung wies, wenn man ihn frei rotieren ließ. Die erste Erwähnung von Magnetismus findet sich im „Buch des gelben Kaisers zur Inneren Medizin“, das auf 2000 v. Chr. zurückdatiert.

Bis zum Jahr 1200 v. Chr. fanden die Eigenschaften von Magnetit in China und Europa vielfältige Verwendung bei der Navigation, der Konstruktion von Gebäuden und beim Heilen.

Der griechische Dichter Homer verwies um das 9. Jahrhundert v. Chr. herum in seinen Werken auf Magnetit.

Die griechischen Ärzte Hippokrates (460-377 v. Chr.) und Aristoteles (384-322 v. Chr.) beschrieben den Nutzen von Magnetit in ihren Schriften und Kleopatra (69-30 v. Chr.) soll einen Magnetit auf ihrer Stirn getragen haben, weil sie glaubte, dass seine Eigenschaften gegen das Altern wirken.

Galen (130-200 n. Chr.), der griechische Arzt, der die Arbeit jener konkretisierte, die die Grundlagen der modernen Medizin repräsentierten, bezieht sich in seinen Arbeiten auf Magnetismus.

Der persische Arzt Ali Abbas (930-994 n. Chr.) beschreibt die Verwendung von Magneten in seinem „Königlichen Buch“ – eine Veröffentlichung, die für die kommenden 100 Jahre von Ärzten verwendet werden sollte.

Im späten 13. Jahrhundert zeichnete der französische Wissenschaftler Petrus Peregrinus de Maricourt (1220-1270) das Magnetfeld eines Magneteisensteins mit Hilfe eines Kompasses auf und berichtete in den „Epistola de Magnete“ (Briefe über Magnetismus) über seine Erkenntnisse.

Der schweizerische Arzt und Alchemist Paracelsus (1493- 1543) förderte die Verwendung von Magneten in ganz Europa.

Der englische Wissenschaftler William Gilbert (1544-1603) war Hofarzt von Königin Elisabeth I. und schrieb sechs Bände mit dem Titel „De Magnete“ (Über den Magneten). In seinem Werk stellte Gilbert die verblüffende Behauptung auf, dass die Erde ein gigantischer sphärischer Magnet mit Nord- und Südpolen sei.

In diesem Abschnitt der Geschichte wurden bedeutende neue Länder entdeckt und viele Schlachten auf See gewonnen. Es ist deshalb kein Zufall, dass Wissenschaftler im 17. Jahrhundert sehr verblüfft waren, als sie bemerkten, dass die Richtung der Kompassnadel sich Jahrzehnt für Jahrzehnt langsam verschob.

Edmund Halley (1656-1742), englischer Astronom und berühmt für seine Theorie über die Umlaufbahnen von Kometen, vermutete, dass die Erde aus Schichten besteht, von denen jede einzelne unabhängig magnetisiert ist und sich im Zusammenspiel mit den anderen langsam dreht.

Der österreichische Physiker Franz Mesmer (1734-1815) behauptete, dass „alle Körper Magneten sind, in der Lage dieses magnetische Prinzip zu kommunizieren“. Seine Theorien ließen die Verwendung von Magneten in der therapeutischen Medizin des 18. Jahrhunderts populär werden.

Im Jahr 1795 wurde dem amerikanischen Arzt Elisha Perkins ein USPatent für einen magnetischen Apparat zugeteilt, den er für die Verwendung bei Menschen und Pferden entwickelt hatte.

Der dänische Physiker Hans Christian Oersted (1777-1851) war der Erste, der 1820 entdeckte, dass Elektrizität und Magnetismus miteinander in Verbindung stehen. Oersted bestätigte Gilberts Theorien zu diesem Thema und schaffte die Grundlagen für die komplexeren Entwicklungen über Elektromagnetismus des französischen Wissenschaftlers André Marie Ampère (1775-1836).

Der englische Physiker Michael Faraday (1791-1867) machte sich als Erster an die Deutung der Theorien von Oersted und Ampère und nutzte sein Wissen, um den ersten elektrischen Motor zu bauen. Dies sollte zu einer Vielzahl von Erfindungen führen, die die moderne Welt veränderten, von Wasserkraftwerken bis zur bescheidenen Waschmaschine.

Der deutsche Forscher Alexander von Humboldt (1769-1859) – der als einer der Begründer der modernen Geographie benannt wird – schlug seinem deutschen Kollegen und einem der größten Mathematiker seiner Zeit, Johann Carl Friedrich Gauss (1777-1855) etwa zur gleichen Zeit vor, sein Talent für die Lösung der Rätsel des Magnetismus zu verwenden. Bis zu dieser Zeit war nur die Richtung magnetischer Kraft vermessen worden. Gauss fand eine Methode, die es ihm erlaubte, die Magnetstärke mit Hilfe eines weiteren, von ihm verwendeten Magneten, zu messen.

Im Jahr 1886 bewarb der amerikanische Arzt C.J. Thacher ein Sortiment magnetischer Kleidungsstücke in seinem Katalog. Etwa zur gleichen Zeit machte der Amerikaner Robert Bartholow einige interessante Beobachtungen bei Magneten, die direkt auf der Haut platziert wurden, und notierte diese in seinem Buch „Medizinische Elektrizität“.

Im Jahr 1929 machte der japanische Geophysiker Motonori Matuyama (1884-1958) eine bedeutende Entdeckung, als er die Spuren des Magnetfeldes der Erde in Vulkangestein untersuchte. Er kam zu dem Schluss, dass das Magnetfeld der Erde seine Polarität in den vergangenen zwei Millionen Jahren mehrfach umgekehrt haben musste.

1976 entwickelte der japanische Arzt Kyoichi Nakagawa, basierend auf seinen Forschungen über die Folgen des modernen Lebens, eine Theorie, die er als „Magnetfeld- Mangelsyndrom“ bezeichnete.

Im Verlauf des 20. Jahrhunderts sind neue und stärkere Magneten entwickelt worden, so auch seltene Erdmetall-Magneten in den 70er- und 80er-Jahren. Diese neuen Magneten sind für den Technologie- und Industriesektor von Bedeutung und lösen neues Interesse für die Verwendung von Magneten in den Bereichen Komfort und Unterstützung aus.

Dr. Carlos Vallbona führte 1997 eine Studie mit Magneten am Baylor Institut für Rehabilitationsforschung durch, die als BaylorStudie bekannt wurde.

Im Jahr 2003 führt Nikken den PalmMag™ ein — ein revolutionäres Produkt, in dem eine neue Art von Magnettechnologie Verwendung findet, die zweiachsige magnetische Rotation genannt wird.

Es folgen viele weitere Fortschritte in der Entwicklung der Magnettechnologie bei NIKKEN sowie deren Umsetzung in Produkte für die alltägliche Verwendung .

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