Wie baue ich Gerstengras an?

 

Gerstengras kann ein wichtiger Bestandteil einer gesunden und ausgewogenen Ernährung sein. Es ist reich an Mineralstoffen und Spurenelemente und enthält jede Menge Vitamine und wichtige sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe wie Flavonoide. Zudem ist Gerstengrassaft durch seine Faserstoffe reich an Ballaststoffen. Der Vorteil ist, dass Gerstengras problemlos und das ganze Jahr über selbst angebaut werden kann. Dadurch steht immer frisches Gerstengras in hoher Qualität zur Verfügung.

Samenauswahl

Die Qualität des späteren Gerstengrases ist stark abhängig von den Samen. Bei Getreide wird gezielt darauf geachtet, dass für unterschiedliche Einsatzzwecke bestimmte Inhaltsstoffe in hoher Konzentration vorhanden sind, während andere Inhaltsstoffe nur in geringer Menge vorhanden sein dürfen. Bei der Verwendung als Gerstengras ist es wichtig, dass die Inhaltsstoffe in einer ausgewogenen Mischung vorhanden sind. Das ist in der Regel bei Saatgut der Fall, das ausgewiesen als Gerstengras verwendet werden kann. In jedem Fall sollte das Saatgut aus biologischem Anbau kommen. Aufgrund der Verwendungsart bzw. der kurzen Wachstumszeit ist es in der Regel nicht möglich, das vorhandene Spuren von Pflanzenschutzmitteln, wie sie im konventionellen Anbau üblich sind, abgebaut werden können. Diese Spuren von Pflanzenschutzmittel können dann möglicherweise indirekt über das gewachsene Gerstengras aufgenommen werden.

Pflanzung des Gerstengrases

Als Substrat ist handelsübliche Blumen- bzw. Gartenerde ebenfalls in Bioqualität geeignet. Vor der Pflanzung werden die Samen mindestens 24 Stunden gewässert. Das erleichtert die Keimung und spart einige Tage, bis das Gerstengras wächst. Die gewässerten Körner werden anschließend auf ein gut gewässertes Substrat aufgestreut. Es ist wichtig, dass die Körner nicht zu dicht aneinander liegen, damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachstum behindern. Anschließend werden die Getreidekörner leicht angedrückt, was ihnen das Anwurzeln erleichtert.

Pflege von Gerstengras

Nachdem die Getreidekörner eingepflanzt sind, wird die Schale mit den Körnern an einen hellen Platz am Fenster gestellt. Ausreichend Licht ist wichtig, damit das Gerstengras ein kräftiges Grün entwickeln kann. Das Grün kommt vom Chlorophyll, ebenfalls ein gesunder Inhaltsstoff, den das Gerstengras nur ausbildet, wenn es über mehrere Stunden am Tag ausreichend Licht bekommt.

In der Keimphase ist es besonders wichtig, dass das Substrat konstant feucht bleibt. Es darf sich allerdings keine Staunässe bilden. Zum Gießen wird ein Zerstäuber verwendet, in dem normales Leitungswasser gefüllt wird. Nach rund zehn Tagen kann das Gerstengras bereits geerntet werden.

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